Gedanken / Sprüche

GEDANKEN UND SPRÜCHE ZU BÄUMEN UND WÄLDERN

Zwei Sprüche zum Wald:



„Experto crede: aliquid amplius invenies in silvis, quam in libris. Ligna et lapides docebunt te, quod a magistris audire non possis.“

„Glaube mir, ich habe es erfahren, du wirst mehr in den Wäldern finden als in den Büchern; Bäume und Steine werden dich lehren, was Du von keinem Lehrmeister hörst“

Bernhardt von Clairvaux

Glaube_mir Spruchstein Franz-Josef Adrian 7-2014

Spruchstein an der Schmerber Waldkapelle = St. Wendelins-Kapelle  im Nördlichen Steigerwald, ca. Mitte der 70er Jahre aufgestellt vom damaligen Forstdirektor Dr. Georg Sperber   Foto: © Franz-Josef Adrian (August 2014)



„Du bist uns Lehrer, Tröster und Freund,  bist uns die Heimat, bist uns die Kirche, Du brausender, flüsternder, tiefstiller Wald.“

Bornum Stein 4-8-12

Foto: © Karl-Friedrich Weber, Forstgenossenschaft Bornum

http://waldproblematik.de/forstgenossenschaft-bornum/


Die Menschen müssen in der Weisheit so viel als möglich nicht aus Büchern unterwiesen werden, sondern aus dem Himmel, der Erde, den Eichen und Buchen. [ Johann Amos Comenius, 1592 – 1670 ]


Die Wälder schweigen. Doch sie sind nicht stumm. Und wer auch kommen mag, sie trösten jeden. [ Erich Kästner ]


Leben, einzeln und frei wie ein Baum und solidarisch wie ein Wald, das ist unserer Sehnsucht. [ Nazim Hikmet ]


Wir verstehen viel weniger, als wir glauben, aber ahnen viel mehr, als uns bewusst ist … wir müssen also lernen, unsere Ahnungen als etwas großes anzunehmen, um durch sie zu Erkenntnissen zu gelangen.

Karl-Friedrich Weber auf seiner Facebook-Seite „Waldwahrheit“, 29.09.2017


Viele gute weitere Sprüche zum Thema Wald und Forstwirtschaft kann man hier finden:

http://www.sdw-bayern.de/index.php?StoryID=237



Gedanken von Karl-Friedrich Weber zu einer Buche:

25. 08. 2012 :

Diese Buche im Grauhöfer Holz nördlich meiner Geburtsstadt Goslar hat mir meinen Weg in die Wälder aufgezeigt.

Fast täglich fuhren wir drei Freunde mit dem Fahrrad in diesen Klosterwald und sogen alles in uns auf, was die Natur bot: Vögel, Pflanzen.
An dieser Buche gründeten wir den Bund der drei Waldläufer und wurden wenig später die erste Waldjugendgruppe der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald in Niedersachsen mit weiteren Schülern der Knabenmittelschule Goslar. Das war 1956 und wir waren 12 Jahre alt.

Landforstmeister Vorreyer von der SDW im Haus der Natur in Bad Harzburg, Revierförster Edmund Hubrich in Riechenberg und Wilhelm Holldorf in Hohegeiß waren unsere Waldpaten.

Unter der Buche befanden sich große Dachs- und Fuchsbausyteme. Mit Alforns Pluchinski, einem bekannten Goslarer Tierfotografen, saßen wir Abende lang in benachbarten Bäumen, um Jungfüchse zu fotografieren, ohne Erfolg. Aber diese Leidenschaft ist bis heute geblieben.

An die Buche hatten wir drei Waldläufer ein Schild angebracht mit dem Text: Tut mir nicht weh, ich bin die Stütze Eures Lebens. Förster Hubrich schien bewegt, als er uns fragte, ob wir das getan hätten. Aber die Nägel im Baum fand er nicht so gut.

Der Aktionsradius mit dem Fahrrad weitete sich bald aus bis Torfhaus im Oberharz – ohne Elektroantrieb. Das Problem war nicht der steile Aufstieg, sondern die Abfahrt, immer in Sorge um die Vermeidung eines glühenden Freilaufes.

Das Farn-, Moos- und Bärlappherbarium, das ich für das Haus der Natur anlegte, fand ich noch nach vielen Jahren vergilbt am gleichen Ort. Vorreyer war längst Geschichte.

Den Anfang, die Buche, hatte ich für Jahrzehnte aus den Augen verloren. Als ich sie dann wieder aufsuchte, machte ich das Foto und alles war wie gestern.

Zwei Jahre später wurde sie von einem Sturm geworfen, wie mir der Revierleiter vom Forstamt Liebenburg mitteilte. Ob ich noch einmal den liegenden großen Baum fotografieren wolle.

Ich wollte nicht und ich konnte wohl auch nicht.

KFWeber-Buche bei Goslar 25-8-2012

Foto: © Karl-Friedrich Weber 2002



„Experto crede: aliquid amplius invenies in silvis, quam in libris. Ligna et lapides docebunt te, quod a magistris audire non possis.“

„Glaube mir, ich habe es erfahren, du wirst mehr in den Wäldern finden als in den Büchern; Bäume und Steine werden dich lehren, was Du von keinem Lehrmeister hörst“

– doch können nur die es hören, die sich nicht taub stellen.

Leider können die Naturschutzargumenten gegenüber hartnäckig Tauben derart viel zerstören, weil sie den Folgen ihrer Taten gegenüber zudem auch noch standhaft blind sind.

der Seitenbetreiber

Ein "Lotse" durch den Info-Dschungel zur Wald-Problematik in Deutschland