Kahlschläge in Nationalparks

In Deutschland sind Kahlschläge in fichtendominierten sog. „Entwicklungs-Nationalparks“ alles andere als selten. Grund dafür ist die – sehr umstrittene, aus Naturschutz-Sicht nicht zu rechtfertigende – Bekämpfung des Borkenkäfers in den Randzonen dieser Nationalparke, um ein Übergreifen des Borkenkäfers auf die angrenzenden Fichtenforste zu verhindern – selbst wenn diese im Besitz der öffentlichen Hand sind, wie z.B. im Harz.
Franz-Josef Adrian hat diese kaum zu glaubenden Sachverhalte und Hintergründe eingehend untersucht und auf seiner Webseite „Wälder in Deutschland – kritische Analysen zur Forstwirtschaft“ gepostet.

Zur Einleitung lesenswert: Das Kapitel „Das Förstermärchen vom Waldumbau“ zwar hier bezogen auf den NP Eifel, doch allgemeingültig.

http://franzjosefadrian.com/foerstermaerchen-vom-waldumbau-im-np-eifel/


Kahlschläge im Nationalpark Bayerischer Wald

http://franzjosefadrian.com/facher/nationalpark-bayerischer-wald/

Dort die Übersicht auf all die vielen Unter-Kapitel zum Thema. Darin ausführliche Untersuchungen der Ursachen und Hintergründe für die grassierenden Kahlschläge in deutschen fichtendominierten sog. „Entwicklungs-Nationalparks“.


Kahlschläge im Nationalpark Harz

s. Menüpunkt „Nationalpark Harz“ von Franz-Josef Adrians Webseite „Wälder in Deutschland“:

http://franzjosefadrian.com/facher/nationalpark-harz/

v.a. unter „Ödland“ http://franzjosefadrian.com/facher/nationalpark-harz/oedland/

z.B.:

http://franzjosefadrian.com/facher/nationalpark-harz/oedland/kritik-der-borkenkaeferbekaempfung-im-nationalpark-harz/

Hier u.a. ein ausführliches Video zum Thema Kahlschlag im NP Harz:

http://franzjosefadrian.com/facher/nationalpark-harz/oedland/grosskahlschlag-heinrich-heine-weg/


Kahlschläge im Nationalpark Eifel

http://franzjosefadrian.com/facher/nationalpark-eifel/

Dort die Übersicht auf all die vielen Unter-Kapitel zum Thema.

Besonders hervorzuheben: „Das Förstermärchen vom Waldumbau

http://franzjosefadrian.com/foerstermaerchen-vom-waldumbau-im-np-eifel/


Kahlschläge im Nationalpark Schwarzwald

http://franzjosefadrian.com/facher/nationalpark-schwarzwald/



Kahlschläge im Nationalpark Hunsrück-Hochwald

Die Kahlschläge im Nationalpark Hunsrück werden von Klaus Borger, ehem. Staatssekretär im saarländischen Umweltministerium zuständig für Forst, stark kritisiert und auf der Facebook-Seite „BI Pro Saar-Wald“ gepostet. Sämtliche Texte und Fotos: Klaus Borger

„Als jemand der den länderübergreifenden Nationalpark Hunsrück-Hochwald als zuständiger Staatssekretär im Januar 2012 für die Saarländische Landesregierung über eine Willenserklärung an die Landesregierung in RPL mit vorbereitet hat bin ich entsetzt, wie unter den Deckmantel eines m.E. pervertierten Naturschutzes riesige Waldflächen vernichtet werden.  Zuletzt habe ich solche Riesenkahlschläge in den USA gesehen. Wer sich selbst einmal einen Eindruck verschaffen will, kann dies auf der Strecke von Börfink nach Hüttgeswasen erhalten. Und überall Hochsitze, man kommt sich vor als wäre man auf einer Jagdfarm. / …Kenne NP’s auf der ganzen Welt. Was wir haben sind Nutzwälder (Holz/Wild) mit Werbeschildern, auf denen Nationalpark draufsteht. Ich bin aber Optimist und hoffe, dass die aktuelle Diskussion etwas bewirkt – für mehr Natur.“ (28.03.2018)

„Naturschutz mit der Axt – geht gar nicht. Die Natur kann das auch und besser wenn man sie lässt. Alle die, die das gut finden sollen mal das Wohlleben-Buch „Naturschutz ohne Natur“ lesen. Ich habe weltweit ähnliche Projekte gesehen, aber nicht ein solches wo durchsichtige Interessen der Forst-, Holz- und Jagdlobby dahinter stehen.“ (26.03.2018)

„Was muss man tun, damit aus einem Nationalpark ein Nationalpark wird und kein Etikettenschwindel betrieben wird?
Ganz einfach, man muss ihn nicht Entfichten, man muss ihn einfach nur Entförstern und Entjägern!“ (31.03.2018)


Stefan Conradt 05.04.2018, 19:33 Uhr
Klaus Borger kennt sich aus im Wald. Der Diplom-Forstwirt war von November 2009 bis Januar 2012 Staatssekretär im saarländischen Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr. In diesem Winter hat der Beamte im einstweiligen Ruhestand zahlreiche Wanderungen im rheinland-pfälzischen Teil des Nationalparks unternommen. Was er gesehen hat, habe ihn „entsetzt und fassungslos zurückgelassen“.

Hier Impressionen von der „Entfichtung“:

Bildautor Klaus Borger - Kahlschlag im Nationalpark Hunsrück

Bildautor Klaus Borger - Kahlschlag im Nationalpark Hunsrück b26.3 .2018:

Bildautor Klaus Borger - Kahlschlag im Nationalpark Hunsrück 26-3-2018

Beginn der Posts über die Kahlschläge im NP Hunsrück-Hochwald: Ganz unten! Sonst liest man verkehrt herum.

13. 06. 2018 :

Bilder vom kürzlichen Besuch des Nationalparks Hunsrück-Hochwald mit sehr fachkundiger Begleitung.

2 Bilder zeigen die gesunde Moosvegetation unter dem Schirm der Bäume (wo keine Kahlschläge stattgefunden haben) und 2 Bilder zeigen einmal das Vorhergesagte und zwar die beginnende „Verfichtung“ auf den Kahlschlagsflächen und was im Bild nur schwer zu erahnen ist, die damals vorhandene flächige Moosvegetation ist im großem Umfang durch die massive Sonneneinstrahlung „verbrannt. So sieht eben sinnfreier, oder besser gesagt, naturschädigender Naturschutz aus!

Bildautor Klaus Borger Moos 13-6-2018 a

Bildautor Klaus Borger Moos 13-6-2018 b

Bildautor Klaus Borger Moos 13-6-2018 c

Bildautor Klaus Borger Moos 13-6-2018 d

Schlimmer geht nimmer?

Doch!

Hier wurde erst der Großkahlschlag gemacht und dann wurden die letzten paar Bäume mit Hubsteiger oder Leiter auf ca. 10 Meter Höhe gekappt.
Wofür? Als Ansitzplätze für Greifvögel, so wurde berichtet!

Bildautor Klaus Borger - Fichten gekappt als Greifvogel-Ansitzstangen 13-6-2018

16. 04. 2018 :

Abfall ist die summarische Bezeichnung für Gegenstände, Stoffe, Rückstände oder Reste, deren sich der Besitzer entledigen will, so die Definition für das, was nicht mehr dem Kreislauf einer Verwertung zurückgeführt wird.

Und in unserem Nationalpark findet man wohl, ich behaupte einmal weltweit, die größte „Abfallbeseitigung“ in einem Nationalpark.

Hier nur eine Lagerstätte, ca. 240 Meter lang, an der Basis im Durchschnitt 4 Meter breit und im Durchschnitt 3 Meter hoch (wohlwollende Maße!).

Warum dieses Material nicht aufbereitet und damit in den Verwertungskreislauf zurückgeführt wird, ist völlig unverständlich.
Negativer Effekt für die Umwelt ist, dass durch den Faulprozess Flüssigkeiten mit hoher organischen Belastung durch Ausschwemmung in den Oberboden bzw. das Oberflächenwasser gelangen.

 

Bildautor Klaus Borger -Fichtenäste-Stapel nach Kahlschlägen NP H-H 16-4-2018 a

Bildautor Klaus Borger -Fichtenäste-Stapel nach Kahlschlägen NP H-H 16-4-2018 b

Bildautor Klaus Borger -Fichtenäste-Stapel nach Kahlschlägen NP H-H 16-4-2018 c

Bildautor Klaus Borger -Fichtenäste-Stapel nach Kahlschlägen NP H-H 16-4-2018 d

13. 04. 2018 :

„In 10 bis 20 Jahren werden sie (Anmerkung: Die Kahlschlagsflächen) nämlich noch dichter bewachsen sein, als es zuvor war. Man wird nämlich nicht die Mittel für eine weitere Pflege haben. Ein Offenhalten würde nämlich einen „Pflegefall für immer“ bedeuten“.

Adam Hölzer, ehemaliger Abteilungsleiter Botanik und Stellvertretender Direktor am Staatlichen Museum für Naturkunde in Karlsruhe. Sein ganzes Berufsleben hatte er am Thema Moore und Torfmoosen gearbeitet. Er kartiert auf ehrenamtlicher Basis die Torfmoose im Nationalpark und er verfügt deshalb auch über eine ausgezeichnete Ortskenntnis in der gesamten Nationalparkkulisse.

Was mit den Kahlschlagsflächen in unserem Nationalpark passiert weiß jeder, der über ein Mindestmaß an forstlichem Grundwissen verfügt, oder einfach nur ein guter Beobachter natürlicher Widerbewaldungsprozesse ist.

Im Bild ekennt man gut, dass der Prozess der massiven Wiederbewaldung – Sukzession- bereits beginnt.

Bildautor Klaus Borger -Fichtenverjüngung nach Kahlschlag NP H-H 13-4-2018

10. 04. 2018 :

Wasser folgt auch im Nationalpark Hunsrück-Hochwald der Schwerkraft, d.h. am Hang fließt es und staut sich nicht!

Hangbrücher speichern kein Wasser – also anders als behauptet und „vermarktet“ !

„Als ich bei einer Veranstaltung der Akademie letztes Jahr in Allenbach nur fragte, ob die beiden je einmal an anderer Stelle sich richtige Moore angeschaut hätten und ob sie mir wissenschafltiche Literatur nennen könnten, die bestätigen, daß Brücher dem Hochwasserschutz dienen würden, entzog mir Herr ….. (Eigene Anmerkung: Wegen Persönlichkeitsschutz wird der Name hier auf FB nicht veröffentlicht) faktisch das Wort.
Ich könne eine Reihe von wissenschaflticher Literatur nennen, die das Gegenteil belegen“.

Adam Hölzer, ehemaliger Abteilungsleiter Botanik und Stellvertretender Direktor am Staatlichen Museum für Naturkunde in Karlsruhe. Sein ganzes Berufsleben hatte er am Thema Moore und Torfmoosen gearbeitet. Er kartiert auf ehrenamtlicher Basis die Torfmoose im Nationalpark und er verfügt deshalb auch über eine ausgezeichnete Ortskenntnis in der gesamten Nationalparkkulisse.

09. 04. 2018  :

Schuster bleib bei Deinen Leisten!

„Es herrschten nämlich bei den Leuten des Nationalparks sehr seltsame Vorstellungen über die Vorkommen der Torfmoose. Es ging sogar so weit, daß man einen Rasen eines „Allerweltstorfmooses“ umpflanzen wollte“.

Adam Hölzer, ehemaliger Abteilungsleiter Botanik und Stellvertretender Direktor am Staatlichen Museum für Naturkunde in Karlsruhe. Sein ganzes Berufsleben hatte er am Thema Moore und Torfmoosen gearbeitet. Er kartiert auf ehrenamtlicher Basis die Torfmoose im Nationalpark und er verfügt deshalb auch über eine ausgezeichnete Ortskenntnis in der gesamten Nationalparkkulisse.

Bildautor Klaus Borger - Moos im Moor 9-4-2018

08.04.2018 :

Zum Thema: „Wir bauen mal ein Moor“

„Hier wird in die Natur eingegriffen, obwohl es keinerlei wissenschaftliche Grundlagenerfassung gab“.

(Adam Hölzer, ehemaliger Abteilungsleiter Botanik
und Stellvert. Direktor am Staatlichen Museum für Naturkunde in Karlsruhe und bundesweit renommierter Moorexperte).

07. 04. 2018 :

Das Kartenhaus, „Wir bauen uns ein Moor“ bricht zusammen!

„Es gab nie Moore mit mehreren Metern Mächtigkeit. Also kann man Moore auch nicht renaturieren, wie es so groß auf den Plakaten verkündet wird. Alles ist ein riesiger Schwindel.
Hier wird in die Natur eingegriffen, obwohl es keinerlei wissenschaftliche Grundlagenerfassung gab“.

Zitiert aus dem gestrigen Schreiben von einem der bundesweit renommiertesten Moorexperten, Herrn Adam Hölzer.

Er war ehemaliger Abteilungsleiter Botanik und stellvertreten-der Direktor am Staatlichen Museum für Naturkunde in Karlsruhe.
Sein ganzes Berufsleben hatte er am Thema Moore und Torfmoosen gearbeitet.
Er kartiert auf ehrenamtlicher Basis die Torfmoose im Nationalpark und er verfügt deshalb auch über eine ausgezeichnete Ortskenntnis in der gesamten Nationalparkkulisse.

Und er wird noch deutlicher! Dazu in den nächsten Beiträgen.

Hier entsteht Moor NP Hunsrück 26-3-2018 a

..repariert man in unserem NP besser nur das, was unsere Vorfahren in damals guter Absicht „verbrochen“ haben (Drainierung)? In anderen NP’s verschließt man nur die Drainagen und die Natur nimmt sich schonend und kostenlos zurück was sie will. Natur hat Zeit, Mensch offenbar nicht.

29. 03. 2018 :

Was mich bei dem gestrigen Film, der sich völlig zurecht sehr kritisch mit unserem Nationalpark Hunsrück-Hochwald beschäftigt hat beeindruckt hat, war die klare Aussage des örtlich Zuständigen aus dem NP Schwarzwald, der öffentlich erklärt hat, diesem Treiben nicht mehr lange zusehen zu wollen.

Und dabei ist die Situation im NP-Schwarzwald im Vergleich zu unserem NP, wo bedauerlicher Weise ein erheblicher Ettikettenschwindel stattfindet, noch etwas besser.

Diese ganzen Zugeständnisse an die Holz- und Jagdlobby und das Befriedigen parteipolitischer Befindlichkeiten, führt das Projekt ad absurdum!

Hier muss ein klarer Schnitt her, sonst fehlen bei der „Gitarre“ (so wird der NP ja wegen seiner Form genannt) die Saiten und die machen eine Gitarre zu einer Gitarre.

So, wie im Bild kann es nicht weitergehen (der nächste Kahlschlag am Erbeskopf)

Bildautor Klaus Borger - Kahlschlag im NP H-H Kahlschlag Erbeskopf 29-3-2018 a

Bildautor Klaus Borger - Kahlschlag im NP H-H Kahlschlag Erbeskopf 29-3-2018 b

Bildautor Klaus Borger - Kahlschlag im Nationalpark Hunsrück 29-3-2018 f

26. 03. 2018 :

Baustelle: Betreten verboten – hier entsteht ein Moor!

Als jemand der den länderübergreifenden Nationalpark Hunsrück-Hochwald als zuständiger STS im Januar 2012 für die Saarländische Landesregierung über eine Willenserklärung an die Landesregierung in RPL mit vorbereitet hat bin ich entsetzt, wie unter den Deckmantel eines m.E. pervertierten Naturschutzes riesige Waldflächen vernichtet werden.
Zuletzt habe ich solche Riesenkahlschläge in den USA gesehen.
Wer sich selbst einmal einen Eindruck verschaffen will, kann dies auf der Strecke von Börfink nach Hüttgeswasen erhalten.
Und überall Hochsitze, man kommt sich vor als wäre man auf einer Jagdfarm.

Bildautor Klaus Borger - Kahlschlag im Nationalpark Hunsrück 26-3-2018 a

Bildautor Klaus Borger - Kahlschlag im Nationalpark Hunsrück 26-3-2018 b

Bildautor Klaus Borger - Kahlschlag im Nationalpark Hunsrück 26-3-2018 c

xy: Ob es dort vorher keine Waldameisen gab? Sehr wahrscheinlich schon. Was ist mit ihnen geschehen? … Wurden sie einfach eingeebnet? Als besonderes geschützte Tierart? In einem Nationalpark? Fragen über Fragen, alles sehr seltsam.

Bildautor Klaus Borger - Kahlschlag im Nationalpark Hunsrück 26-3-2018 e

 

Ein "Lotse" durch den Info-Dschungel zur Wald-Problematik in Deutschland